Years die young

After 365 days an usual year dies. Every forth year lives one day longer. Some are remembered, 1968 or 2001 for instance, some are totally forgotten. The destiny of a year is determined only its memorability will make the difference.

I can’t stop thinking about the word Schicksalsjahr. Never mind.

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13 responses to “Years die young

  1. Jetzt hätte ich fast – aber nur fast – gefragt, warum wir uns an das Jahr 2001 erinnern. Zu meiner Entschuldigung sei gesagt, daß das Ereignis, wegen dessen wir uns an das Jahr 2001 erinnern, in der Regel ja nur mit Tag und Monat (oder wenn man Ami ist eben anders herum) benannt wird.

  2. Tststs, nicht gut. Welche Jahre gäbe es denn sonst noch, die der Erinnerung besonders würdig sind. Und, welche sind total aus dem öffentlichen Gedächtnis verschwunden?

  3. Oh, wert wären es viele – 1914, 1918, 1933, 1938, 1939, 1945, 1949, 1953 (ist schon dabei, aus dem öffentlichen Gedächtnis zu verschwinden), 1961, 1972, 1977, 1989, 1990, …

  4. Anscheinend ist es jetzt an mir, mich zu schämen. Was war 1953?
    Ich hatte die gaaaanz offensichtlichen Jahre rausgelassen – stimmt. Passte nicht zu der “ich-erzähl-mir-was” Stimmung des Posts.
    Was ist mit so Jahren wie 1983 oder 2002? Wenn du da Leute auf der Strasse fragen würdest, was in dem Jahr Bedeutendes passiert ist, kriegst du doch allerhöchstens ein Schulterzucken. Oder?

  5. Mmm, das mit dem Schämen scheint so ähnlich zu funktionieren wie fangen spielen “tick, du bists”. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, warum mir 1983 und 2002 hätten im Gedächtnis bleiben müssen. (1983 ist Helmut Kohl zum ersten Mal in einer regulären Wahl Bundeskanzler geworden, aber das meinst Du bestimmt nicht, oder?)

    Am 17. Juni 1953 gab es einen Arbeiteraufstand in Ostberlin. Bis zum Beitritt war der 17. Juni der “Tag der deutschen Einheit” in der BRD. Nach 1990 wurde er dann auf den 3. Oktober verschoben. (Ich hätte den 9. November sinniger gefunden, aber da hatten wohl einige Schiß wegen 1938.) Die Straße des 17. Juni in Westberlin ist auch danach benannt.

    So, nun bin ich wieder dran. Wie sieht es mit 1986 aus?

  6. Ach stimmt, war doch was 1953… Hättest du gleich 17. Juni gesagt, hätte ich gar nicht erst nach denken müssen. Meine volle Zustimmung übrigens, was den “Tag der deutschen Einheit” angeht. Der 9. November wäre die ideale Wahl, gerade weil er widersprüchlich ist – so wie die deutsche Geschichte.

    1983 und 2002 habe ich einfach mal so gesagt, und zu 1986 fällt mir ohne Wikipedia und Google auch nix ein. Obwohl, wird da Bush Vater nicht Präsident? Aber das meinst du diesmal wahrscheinlich nicht…

  7. Mmm, dann scheint es Dir mit 1953 so zu gehen wie mir mit 2001 – Tag und Monat sind gut in Erinnerung, nur beim Jahr wird es schwierig. Nein, Bush Vater war 1986 noch Vizepräsident und assistierte einem B-Movie Schauspieler aus Kalifornien…

    1986 hat die Welt den bisher einzigen GAU erlebt, als sich im vierten Reaktorblock des Kernkraftwerks in Tschernobyl eine Kernschmelze ereignete. Ich erinnere mich, wie unser Deutschlehrer darauf bestand, daß wir unsere Jacken, die sonst immer lässig über der Stuhllehne hingen, draußen im Flur auf die Kleiderhaken hängten. Es hatte an dem Vormittag geregnet und er wollte nicht den ganzen radioaktiven Fallout im Klassenzimmer haben.

  8. So langsam sollte ich vielleicht doch schummeln und Wiki/Google nutzen, bevor ich mich hier weiter blamiere…
    Tschernobyl war im April 86, stimmt das?
    Persönlich kann ich mich nicht dran erinnern, und in der DDR ist das von den Medien etwas anders behandelt worden. Aber unser Physiklehrer in der Oberstufe hat uns erzählt, dass er nachdem er im Westfernsehen davon erfahren hatte, nach dem ersten Regen mit dem Geigerzähler auf dem Sportplatz erhöhte Radioaktivität feststellen konnte.

    Ich glaube, dass ich im 20. Jahrhundert die Tage oder Monate brauche. Die Jahrhunderte zuvor reicht mir die Jahreszahl. 1756, zum Beispiel. Ideen?

  9. OK, dann bin ich jetzt wieder mit Blamieren dran. Nicht nur weiß ich nicht, warum wir uns des Jahres 1756 erinnern sollten, Geschichte (zumindest der Teil, der mich interessiert) fängt für mich erst 1789 an. Für die ganzen Ottonen, Staufer, Päpste und Gegenpäpste, Konzile, Rom und Byzanz habe ich mich nie recht erwärmen können. Ich halte es da eher mit neuerer und neuester Geschichte. Oder aber Frühgeschichte, Ägypten, Kelten, Maya, Inka et al. Da kommt es dann aber auch nicht mehr so genau auf das Jahr an 🙂

    PS: April 1986 stimmt.
    PPS: Und was war nun 1756?

  10. Wenn ich mich in die Debatte einschalten darf: 1756 erinnert uns daran, dass nichts Gutes dabei herausschaut, wenn man mit den Franzosen gemeinsame Sache macht.

  11. Genau. Und daran, dass man den Briten nie trauen sollte. Selbst wenn sie mit einem zusammen arbeiten – dann nur solange, wie es im eigenen Interesse geschieht.
    Es geht um den Siebenjährigen Krieg. Dazu muss ich sagen, dass für mich Geschichte und mein Interesse daran, stark an Persönlichkeiten gebunden ist. Beispiele wären da Elisabeth die Grosse, Friedrich der Grosse, Richelieu, etc., etc.

    Was mich noch interessieren würde: Gibt es ein kollektives Gedächtnis? Oder hängt das von der Bildung, den individuellen Vorlieben oder dem Medienkonsum ab?
    Ich denke, wenn man eine Umfrage in einer beliebigen Fussgängerzone machen würde, was 2001 oder 1986 passiert ist, würden die Antworten erschrecken. Die Schlagworte “September 11” und “Tschernobyl” dagegen sind im Gedächtnis geblieben (vermute ich jetzt mal). Was sagt uns das? Wahrscheinlich, dass das Jahr selber eher irrelevant ist. Oder?

  12. Mir scheint, wir betrachten den Siebenjährigen Krieg aus unterschiedlicher Perspektive. Allerdings muß ich sagen, er hatte auch sein Gutes, schließlich hat er Amerika davor bewahrt, ein überdimensioniertes Quebec zu werden.

  13. Da stimme ich dir zu. Ich betrachte diesen Krieg aus preussischer Sicht, um genauer zu sein, aus derjenigen, die im Buch: “Der große König. Friedrich II. im siebenjährigen Krieg” präsentiert wird. Kann ich sehr empfehlen, da vor allem die Briefwechsel Friedrichs mit Voltaire, seiner Lieblingsschwester und anderen ein sehr eingehendes Bild dieses Philosophenkönigs zeigen.

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